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Kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts

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Hilfe und Beratung bei Missbrauch

Der Skandal um Kindesmissbrauch an Jesuitenschulen in Berlin, Hamburg und St. Blasien sorgt bundesweit für Schlagzeilen. Die Enthüllungen zeigen ein dunkles Gesicht der Kirche. Die Deutsche Bischofskonferenz hat 2002 Leitlinien zum Vorgehen bei sexuellem Missbrauch Minderjähriger beschlossen, die im Erzbistum Freiburg konsequent umgesetzt werden.
Ansprechpartner und Beratungsangebote für Opfer finden Sie hier.
Außerdem hat die Bischofskonferenz eine Beratungshotline für Opfer sexuellen Missbrauchs unter der kostenlosen Rufnummer 0800-120 1000 eigerichtet.

Die Leitlinien der Bischofskonferenz legen fest, dass jede Anzeige oder Verdachtsäußerung umgehend geprüft wird. Dabei gilt die Sorge der Kirche zuerst dem Opfer. Bei Erhärtung des Verdachts wird auch eine kirchenrechtliche Voruntersuchung eingeleitet. Wir legen großen Wert darauf, dass bei der Aufklärung die Staatsanwaltschaft ihren Pflichten nachkommen kann. Sexueller Missbrauch Minderjähriger ist nicht nur nach staatlichem, sondern auch nach kirchlichem Recht eine Straftat. Die Leitlinien ermöglichen ein einheitliches, konsequentes und transparentes Vorgehen. Dazu gehören auch menschliche, therapeutische und seelsorgliche Hilfsangebote an die Opfer und ihre Angehörigen.

Die im Erzbistum Freiburg etablierte Präventionsarbeit zum Schutz vor sexuellem Missbrauch gilt nach Ansicht von externen Fachleuten als vorbildlich. Mit der Fachgruppe "Schutz vor sexueller Gewalt" wurden in der Jugendarbeit Standards geschaffen, die sicherstellen sollen, dass Gruppenstunden, Ferienfreizeiten und alle anderen Veranstaltungen der Jugendarbeit sichere Orte für Kinder und Jugendliche sind.

Kirchliche Jugendarbeit und Jugendverbandsarbeit bietet Kindern und Jugendlichen Räume in denen sie sich entfalten können: Deshalb gehen wir aktiv und präventiv gegen Grenzverletzungen, Übergriffe und Missbrauch vor. Im Januar 2009 hat eine Fachgruppe aus Jugendverbänden, Jugendbüros und Fachstellen Materialien zum Schutz vor sexueller Gewalt vorgelegt. Diese Materialien werden in der Gruppenleiterausbildung, bei der Einstellung neuer hauptamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und in Schulungsteams eingesetzt. Ziel ist es: Kinder und Jugendliche in unseren Gruppen zu stärken und Verantwortliche zu sensibilisieren.

Zu den Materialien gehören:
* Eine Selbstverpflichtungserklärung für Verantwortliche in der Jugendarbeit
* Eine Infobroschüre
* Eine Plakatserie
* Methodenbausteine für Gruppenstunden, Grundkurse und Berufseinführung zum Thema Grenzachtung

Die Materialien gibt es hier.

Neben der Prävention wollen wir aber auch bei Vorfällen und Vermutungen kompetent reagieren und Opfern eine sichere Anlaufstelle geben. Experten aus Verbänden, Jugendbüros und Fachstellen stehen für Kontaktaufnahmen zur Verfügung. Sie beraten Opfer oder Zeugen und klären weitere Schritte.

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