
Kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts
27.04.2012
04.05.2012
Ökologie: Umweltpreis 2002
Umweltpreis der Erzdiözese Freiburg 2002
Unter dem Motto "Das Handeln für die Zukunft der Schöpfung bedeutet einen Beitrag zum Frieden leisten" verlieh der Freiburger Diözesanadministrator Paul Wehrle in der Katholischen Akademie in Freiburg die Umweltpreise der Erzdiözese Freiburg. Den zweiten Preis, dotiert mit 1000.- Euro, konnte Oberstudiendirektor Ernst Jostkleigrewe von der Heimschule St. Landolin Ettenheim von Weihbischof Wehrle entgegennehmen. Die Heimschule wurde für ihre umfassende Nutzung der Solarenergie ausgezeichnet. Am Wettbewerb um den Umweltpreis 2002 der Erzdiözese hatten bistumsweit 16 kirchliche Einrichtungen, Verbände und Gruppen teilgenommen. Aus ihnen hatte eine fünfköpfige Jury unter Vorsitz des Umweltbeauftragten Benedikt Schalk die Preisträger ermittelt.
Diözesanadministrator Paul Wehrle rief in seiner Laudatio dazu auf, das Gut des Friedens angesichts der Unwägbarkeiten eines Krieges um so klarer und fester in den Blick zu nehmen. Allerdings dürfe man dabei die auf Anhieb nicht durchschaubare Komplexität der politischen Konstellationen und Interessen in Wirtschaft, Politik, Religion und Umweltressourcen nicht außer Acht lassen. Wehrle unterstrich deutlich, dass für ihn ein Umweltengagement immer auch eine friedensethische Dimension habe. Sehr erfreut zeigte er sich, dass sich an diesem Wettbewerb so viele jungen Leute beteiligt hatten. Die Delegation der Heimschule wurde von Schülern der G11c begleitet, die beim Aufbau der Solaranlage auf dem Dach des Heimschulschwimmbades viel Zeit geopfert hatten.
Mittlerweile wurde ein 50 Quadratmeter großes Solarkraftwerk mit einer Spitzenleistung von 5,25 Kilowatt und einem jährlichen Stromertrag von etwa 5200 Kilowattstunden, der etwa den Bedarf von 10 Klassenzimmern deckt, in Betrieb genommen. Durch den Helios-Solarverein e. V. und die Solar-AG konnten Schüler, Eltern und Freunde der Schule äußerst kreativ in den Entstehungs- und Finanzierungsprozess einbezogen werden. Insgesamt wurden etwa 35 000,- Euro investiert - und das alles ohne finanzielle Mehrbelastung für den Träger.
Uli Rospleszcz