Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg
Kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts
Compassion

Doppelsieg in Turin

aus ELTERNforum 4/2002

Pressemeldung: Doppelsieg in Turin

Karin Schütz - Vertreterin der Katholischen Elternschaft Deutschlands

Karin Schütz, (45) Vertreterin der Katholischen Elternschaft Deutschlands (KED) bei der European Parents Association (EPA) und Vorsitzende der KED im Erzbistum Köln, wurde Mitte November auf der Generalversammlung der EPA in Turin zur neuen Präsidentin gewählt.

Damit steht zum ersten Mal ein deutscher Vertreter an der Spitze dieser größten europäischen Elternorganisation. Frau Schütz ist Mutter zweier Söhne und war bis zu ihrer Wahl Generalsekretärin der EPA bzw. bis vor kurzem Generalsekretärin der Deutschen Gesellschaft der Mitglieder der Französischen Ehrenlegion.

Der Bundesvorsitzende der KED, Prof. Dr. Walter Eykmann: "Dies ist eine große Ehre für den gesamten Bundesverband der KED." Zugleich sei dies Ansporn, auf nationaler Ebene die Arbeit der KED, die sich besonders auf die Elternmitwirkung und den Einsatz für ein christliches Menschenbild in Erziehung und Bildung bezieht, mit Entschlossenheit fortzusetzen.


"Compassion" gewinnt "Alcuin Award"

Auf Vorschlag der Katholischen Elternschaft Deutschlands (KED) - Bundesverband und KED in der Erzdiözese Köln -wurde das "Compassion-Projekt" ebenfalls in Turin von der größten Europäischen Elternvereinigung, der European Parents Association (EPA), mit dem "Alcuin-Award" ausgezeichnet. Im Rahmen von "Compassion" arbeiten Schülerinnen und Schüler für mindestens zwei Wochen in sozialen Einrichtungen wie Altenheimen, Krankenhäusern, Behindertenheimen u.a.. Das Besondere an "Compassion" ist, dass diese Tätigkeit der Jugendlichen intensiv in allen Schulfächern begleitet und nachbereitet wird.

Zur besseren Darstellung dieser schulischen Umsetzung hatte die KED die verantwortliche Organisatorin des Schulpraktikums am St.-Adelheid-Gymnasium in Bonn, Frau Marita Strack, und drei Schülerinnen aus der Jahrgangsstufe 11, Andrea Jünger, Saskia Smolka und Wallerie Wagner, nach Turin eingeladen. Die Schülerinnen hoben vor den Delegierten der EPA besonders hervor, dass die Begegnung mit Kranken, alten und sterbenden Menschen ihnen Einblicke in menschliche Lebenssituationen ermöglicht habe, die im Unterricht so nicht vermittelt werden könnten. Nach anfänglicher Zurückhaltung hätten sie sich in ihren Einrichtungen gut betreut und aufgehoben gefühlt und schnell herzlichen Kontakt zu den Patienten aufnehmen können. Die Schülerinnen betonten einhellig den großen Gewinn für ihre Einstellungen und Sichtweiten zu sozialen Themen sowie für ihre eigene persönliche Entwicklung.

Das "Compassion-Projekt", das gegenwärtig wie in Nordrhein-Westfalen in verschiedenen Bundesländern mit großem Erfolg durchgeführt wird, wurde auf Initiative der Deutschen Bischofskonferenz - die in Turin von OStD Nikolaus Kircher vertreten wurde - und besonders durch den ehem. Direktor der Schulstiftung Freiburg, Herrn Dr. Adolf Weisbrod, entwickelt. Die KED hat das Projekt stets sehr stark unterstützt und vor allem in ihrer Publikationsreihe ("Elternmitwirkung macht Schule", Heft 36) vorgestellt. Es ist beabsichtigt, "Compassion" im Rahmen von Förderprogrammen in mehreren europäischen Ländern zu erproben.

Preisverleihung

Bei der Preisverleihung:
(von links) Saskia Smolka, Dietfried Scherer, Direktor der Schulstiftung Freiburg, Valerie Wagner, Dr. Hilde Hawlicek, frühere österreichische Bildungsministerin, die den Preis überreichte, Andrea Jünger, Marita Strack, Dr. Adolf Weisbrod, dahinter Dominique Barilla, ehem. Präsident der EPA.