
Kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts
27.04.2012
04.05.2012
Vorbildliches Projekt
aus: Konradsblatt 49/2002 (08.12.2002)
Europäischer Elternpreis für die Schulstiftung
Vorbildliches Projekt
Europäischer Elternpreis für die Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg
Für die "Compassion" - Initiative, ein Praxis- und Unterrichtsprojekt sozialen Lernens in der Schule, ist die Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg mit einem europäischen Elternpreis ausgezeichnet worden. Die Schulstiftung bekam in Turin den "Alcuin Award 2002" der Europäischen Elternorganisation "European Parents Assoziation" (EPA) verliehen. Wie die Verantwortlichen mitteilten, verleiht die EPA als größte Elternorganisation in Europa den Preis seit über zehn Jahren für herausragende pädagogische Projekte unter der Voraussetzung, dass sie grundsätzlich auch in anderen europäischen Ländern eingerichtet werden könnten. Die Auszeichnung wurde von Adolf Weisbrod, dem früheren Leiter der Schulstiftung und geistigen Vater des Projekts, seinem Nachfolger Dietfried Scherer und Nikolaus Kircher, dem Bereichsleiter beim Sekretariat der Bischofskonferenz, entgegengenommen.
Die Schulstiftung der Erzdiözese hat das Projekt "Compassion" maßgeblich entwickelt. Seit 1992 wird die Initiative an den katholischen Schulen des Erzbistums angeboten. Nach Angaben der Schulstiftung ist "Compassion" mittlerweile an katholischen Schulen in der ganzen Bundesrepublik eingerührt und gewinnt auch an staatlichen Schulen immer größere Akzeptanz.
Leitidee des Projekts ist ein mindestens 14-tägiges Praktikum in sozialen Einrichtungen wie Krankenhäusern, Altenheimen, Sonderschulen oder Behinderteneinrichtungen. "Compassion" wirke durch eine möglichst breite unterrichtliche Begleitung in vielen Fächern nachhaltiger als ein nicht auch im Unterricht verankertes Praktikum. Die Initiative soll bei Schülern die Bereitschaft zu Solidarität, Kooperation und Hilfe wecken. Die Erfahrungen mit dem Praktikum sind laut Schulstiftung durchgehend positiv. Selbstwertgefühl und Verantwortungsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler würden gefördert und zudem die Atmosphäre und Arbeitshaltung im Unterricht wesentlich verbessert.
Der "Aicuin Award" trägt seinen Namen nach dem mittelalterlichen Mönch und Schulgründer Alcuin.
KNA/Konradsblatt